• Naiv, hell wie eine Trompete, wie es Jung-Siegfried gemäß ist, klingt der Tenor von Stephen Gould nicht. Er ist schön farnig, nicht allzeit unangefochten, leicht baritonal eingedunkelt. Anfangs setzt Gould seine Stimme noch schonend ein. Doch im Wettsingen mit Ziehvater Mime am Ende des ersten „Siegried“-Aufzugs, wenn jeder für sich sein Süppchen kocht – der eine fürs Schwerterschmieden, der andere für den Giftmord -, blüht sie auf zu vollem Volumen. Im Waldweben, allein mit sich und seinen Zweifeln, findet Gould wunderbar suggestive Zwischentöne ohne jede stimmliche Einbuße. Und beim Befreiungsakt auf dem Walkürenfelsen, im Duett mit der … Brünnhilde Linda Watson ist es Gould, der beide in den Sog einer dramatischen Präsenz hineinzieht, die selbst bei Watson zu einem Spannungsanstieg, zu einer Fülle leicht und richtig getroffener Töne führt. 

    Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.08.07 (Eleonore Büning)

  • Hier hatte das Paar, Linda Watson und zumal Stephen Gould mit seinem an dem Abend kaum zu ermüdenden, im Ausdruck differenzierenden Heldentenor, große vokale Spannung entstehen lassen.

    Süddeutsche Zeitung, 01.08.07 (Wolfgang Scheiber)

  • … Stephen Gould ist dafür bis zum strahlenden Ende ein differenziert singender Siegfried. Der Hauch von Melancholie, der oft auch in der Stimme mitzuschwingen scheint, passt gut zu seinem „jungenhaften“ Typus, weit entfernt vom unreflektierten Schlagtod. …

    Frankfurter Neue Presse, 03.08.07 (Rudolf Jöckle)

  • Die ungleich dickere Orchestration des „Siegfried“ kommt Thielemanns Lust am Musizieren stärker entgegen. Sie wurde grandios aufgenommen von den besten disponierten Sängern dieses Abends, voran Stephen Gould mit unermüdlichen Schmelz- und Schmiedeliedern im ersten und schmetterndem Finalduett (bei leichten Defiziten in den lyrischen Szenen des zweiten Aktes. …“

    Opernglas, 10/2007 (M. Lehnert)

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